Über/Strom

Cookies und WordPress.com

Seit ein paar Tagen klebt an der rechten Seite unserer Zeitschrift eine ausführliche Cookie-Warnung — seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs, dass Website-Betreiber*innen vor dem Setzen von Cookies die explizite Einwilligung der Website-Besucher*innen einholen müssen, und zwar nach Cookie-Verwendungszweck gesondert — also z.B. technisch notwendige Cookies, Cookies zu Analysezwecken, Cookies zu Werbezwecken und so weiter. WordPress.com, das wir für Über/Strom als technische Plattform nutzen, bietet so eine Auswahlmöglichkeit derzeit nicht an. Das „Cookie-Widget“ ist lediglich ein Banner, das mit einem Button weggeklickt werden kann, aber eine explizite Einwilligung vor dem Setzen von Cookies wird damit nicht eingeholt.

Damit ist diese Website hier gerade nicht legal nutzbar. Das Problem ist, dass WordPress.com eine Blogging-Plattform ist, bei der ich bestimmte festgelegte Pakete buchen und bezahlen kann, aber keinen direkten Einfluss auf die Nutzung von Cookies durch WordPress.com selbst habe. Zurzeit nutze ich den „Premium“-Vertrag, wo ich 8 USD pro Monat an WordPress bezahle. Um eine rechtskonforme Cookie-Umsetzung zu haben, könnte ich eventuell auf den „Business“-Plan für 23 USD pro Monat umstellen, der das Installieren eigener Plugins erlaubt — wie etwa Borlabs Cookie, ab 39 EUR , oder Complianz, ab 55 USD, oder Cookiebot (kostenlos für Domains mit weniger als 100 Seiten, danach gestaffelt). Ob diese Plugins mit WordPress.com wirklich funktionieren, oder nur mit einer eigenen Installation der WordPress-Software auf eigenem Webspace, weiß ich noch nicht.

Jedenfalls denke ich, dass WordPress.com selbst für die von ihnen genutzten Cookies die entsprechenden Einwilligungen einholen sollte — d.h. die entsprechenden Auswahlfelder und Dialoge anzeigen. Ich stehe deshalb seit einigen Tagen in Austausch mit deren Kundensupport-Team, wobei ich erstmal dabei bin, anhand englischsprachiger Artikel zu der BGH-Entscheidung (zum Beispiel hier) zu belegen, dass dieses Problem wirklich besteht. Ich hoffe, dass das zu einer Lösung führt. Das Cookie-Banner, das WordPress.com aktuell anzeigt, ist keine Lösung. Und ich habe keine Lust, Opfer irgendwelcher Abmahnanwaltskanzleien zu werden. Schlimmstenfalls muss Über/Strom von WordPress.com woanders hin umziehen, was natürlich die mühsam aufgebaute Leser*innenschaft kaputt macht.

0 Kommentare zu “Cookies und WordPress.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: