Über/Strom

2020+

Nach einer ausgedehnten Weihnachtspause (bis auf die Ankündigung des ersten Bandes unserer Buchreihe!) erwacht nun auch das Über/Strom-Blog wieder zum Leben. Eigentlich wollte ich etwas über die (fast schon zum Klischee gewordene) Vorstellung der „neuen“ Zwanziger Jahre schreiben, die nun begonnen haben. Der Rückblick auf die sowohl „Goldenen“ als auch düsteren 1920er bzw. der Vergleich mit diesen liegt ja rein menschlich nahe, und zahlreiche Medien jeder Couleur versuchen sich daran. Der aktuelle Iran-Konflikt passt leider zu den negativeren der Vergleiche, wie überhaupt die zunehmend härtere Politik weltweit. Das neue Jahrzehnt geht also eher entmutigend los. Vor einer Dekade nahm ich die Welt insgesamt noch hoffnungsvoller war. Aber genug davon.

Über/Strom ist in erster Linie eine Buchreihe, und der Untertitel lautet bekanntlich: „Wegweiser durchs digitale Zeitalter“. Damit sind tatsächlich die Jahre 2020-2029 gemeint. Die ersten Bände der Reihe erscheinen 2020 und dann ist geplant, bis 2029 jährlich Bände herauszubringen. Dieses Blog begleitet und ergänzt die Reihe.

Wir haben das Blog im Mai 2019 aufgesetzt und mit verschiedenen Artikelformaten getestet — kleinere Essays, Interviews, Buch- und Musikvorstellungen, sowie mehr oder weniger stark kommentierte Linksammlungen. Diese Mischung werden wir im Wesentlichen beibehalten, allerdings die Anzahl der Artikel erhöhen und eine stärkere Vernetzung herstellen.

Regelmäßigkeit ist in der „Aufmerksamkeitsökonomie“ des Internet offenbar ein entscheidender Faktor. Im ersten dreiviertel Jahr dieses Blogs konnten wir gut sehen, wann sich Zugriffszahlen erhöhen, wann sie wieder sinken und wie sie relativ stabil bleiben. Regelmäßigkeit und Vernetzung haben insbesondere im Sommer letzten Jahres Wunder gewirkt; sobald man aber nachlässt, gehen Zugriffszahlen auch schnell zurück. Beiträge müssen sich gegenseitig stützen — längere, aber seltenere Texte von kürzeren, aber häufigeren begleitet werden.

So etwas verlangt, dem Blog ausreichend Zeit zu widmen. Die Voraussetzungen dafür habe ich Ende des letzten Jahres geschaffen, indem ich eine meiner anderen freiberuflichen Tätigkeiten beendet habe und ab sofort auch andere, ablenkungsfreiere Schreibumgebungen ausprobiere. Wir werden mal sehen, wie das funktioniert. 😉 Blogeinträge, in denen steht, dass man künftig häufiger bloggen will, sind ja manchmal auch ein Zeichen dafür, dass noch weniger passiert. Ich gebe mir Mühe, dass das nicht geschieht.

Auf jeden Fall wünschen wie allen Leser*innen ein gesundes 2020 🙂

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