Stadt Tagebuch

Buchmessen-Wochenende #1, Ankunft

Wenn man bei Reisen immer dieselbe Hotelkette bucht (eine, die wirklich überall fast identisch aussieht), ist das erste Betreten des Zimmers eine seltsame Erfahrung. Einerseits hat man den Eindruck, an einen vertrauten Ort zu kommen. Die Ausdehnung des Zimmers, die Möbel, die Farben, der typische Geruch, alles ist wie immer, ob nun Berlin, Wien, Hamburg, Rostock, Leipzig, oder wie jetzt eben Frankfurt/Main. Dann geht der Blick aus dem Fenster und man erwartet fast den bekannten Ausblick, der sich erst vor zwei Wochen bot, aber statt der Berliner S-Bahn zwischen Alex und Friedrichstraße hat man Häuser vor der Nase, die so hoch sind, wie ich sie noch nie „in echt“ gesehen und wie ich deren leibliche Wirkung noch nie so direkt gespürt habe (na gut, mit Ausnahme des Berliner Plaza-Hotels). Interessante Kontraste, wenn man darunter lang läuft, oder durch umliegende Straßen spaziert. Sehr amerikanisch, zumindest so, wie ich mir das in medialen Räumen immer vermitteln lasse. Wenn ich in Magdeburg denke, dass die dortige Bauweise langsam zu hoch wird, dann relativiert sich das hier doch sehr.

Ich habe vom Verlag zwei Karten für die Buchmesse erhalten — die eine brauche ich für Sonntag, weil ich da mein kleines Sachbuch vorstellen soll / darf / will, die andere werde ich morgen benutzen, um erstmal entspannt über die Messe zu schlendern. Ich bin gespannt, wie es im Vergleich zu Leipzig ist. Morgen vormittag kann ich mir dann auch gleich mal einen anderen Vortrag anhören, der von einem anderen Autoren im selben Verlag gehalten wird (darin geht es um die Honigbiene — neben der unendlichen Digitalisierung ja auch ein aktuelles Thema). Vielleicht kann ich da schon mal einen Eindruck davon gewinnen, was mich einen Tag später an selber Stelle erwartet.

Einen anderen Eindruck, wenn auch indirekt, vermittelte mir allerdings schon die Zugfahrt nach Frankfurt. Da saß ich zufällig neben einer ziemlich bekannten, vielfach ausgezeichneten, Schriftstellerin, die, ebenso zufällig, in der gegenüberliegenden Sitzreihe zwei Bekannte getroffen hatte. Die haben sich alle angeregt unterhalten, und dabei wurde auch kurz der Stress erwähnt, den Buchmessen-Besuche wohl für Autor*innen bedeuten können, vor allem, wenn man dort etwas Lesen oder Vortragen soll, aber es wohl überall recht laut und hektisch zugeht, dass sowieso nur ein paar Leute vorne was mitbekommen. Dies zu hören, hat mich dann doch etwas nervös gemacht, sodass sich kurzzeitig skeptisch meine linke Augenbraue hob (mehr Reaktion erlaubte ich mir als Unbeteiligter an der Konversation nicht zu zeigen). Aber gut zu wissen — dann bin ich jetzt schon mal darauf vorbereitet.

Dann muss jetzt nur noch der Inhalt des Vortrags fertig werden.

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