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Sich eine Filterblase bauen: „Shut Up“ (Browser-Extension)

In unserer aufgeheizten Zeit — womit ich hier nicht das Klima meine — kann es einen ziemlich runterziehen, im Internet auf den Kommentarbereich unter Medienberichten zu stoßen. Während man den Artikel vielleicht gerne gelesen hat, können die Kommentare darunter alles zunichte machen, mit ihrem Zynismus, der bis zum puren Hass reicht. Oder man stellt einfach fest, schon wieder viel zu viel Zeit mit Kommentarelesen verbracht zu haben. Wie schön wäre es dann, sie einfach nicht sehen zu müssen: Was man nicht sieht, kann man nicht lesen. Wer sich da selbst nicht unter Kontrolle hat, der*dem hilft seit geraumer Zeit die Browser-Erweiterung „Shut Up“ (für Chrome, Firefox und Safari).

„Shut Up“ habe ich erst heute entdeckt, als ich auf der Suche nach genau so etwas war. Die Erweiterung blendet auf vielen Nachrichtenportalen und Blogs den Kommentarbereich einfach aus, was eine Stille zur Folge hat, als wäre er nie da gewesen. Es fühlt sich fast seltsam an. Wenn man die Kommentare doch wieder sehen will, kann man sie mit einem Mausklick wieder einblenden.

Damit erfüllt „Shut Up“ den Wunsch nach einer … ja, doch, es ist schon eine Filterblase, die nur noch den Haupttext durchlässt, aber nicht die Reaktionen.

2 Kommentare zu “Sich eine Filterblase bauen: „Shut Up“ (Browser-Extension)

  1. @Mario Donick: Eine etwas krude Umsetzung der „Filtersouveränität“ nach Michael Seemann: http://www.ctrl-verlust.net/tag/filtersouveranitat/

    Gefällt 1 Person

    • Danke für den Hinweis, ja, das Bedürfnis, Kommentare manchmal nicht sehen zu wollen (denen man ja nicht ent-followen kann; die sind halt da, wenn man wo was liest), geht wohl in eine ähnliche Richtung. Wobei das gleich die Diskussion als Ganzes filtert, auch Beiträge von Leuten, denen man sonst zustimmen würde.

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